Selbsthilfetechniken aus der Kinesiologie

Fünf ganz einfache Selbsthilfetechniken können im Alltag und in Krisensituationen richtig wirksam sein:

  • Wasser trinken
  • Schock-Auflösungspunkte
  • Stirn-Hinterkopf-Halten
  • Die liegende Acht
  • Die "Denkmütze"

Wasser trinken

Ja klar - Sie haben recht, natürlich ist das Wasser keine kinesiologische Erfindung! Wir greifen es jedoch hier auf, weil es das A und O einer einfachen Unterstützung von Körper und Geist darstellt. Darüber hinaus gibt es in der Kinesiologie verschiedene Balancemöglichkeiten zur besseren Verwertung von Wasser.

Achten Sie darauf, dass Sie und Ihre Familie jeden Tag ausreichend Wasser trinken.  Wasser ist ein hervorragender Leiter für elektrische Energie und somit wichtig für sämtliche Stoffwechselvorgänge in unserem Körper.

Der menschliche Körper besteht zu etwa 70% aus Wasser, das immer wieder nachgefüllt werden muss.  Darüber hinaus verbrauchen wir in Stress-Situationen mehr Wasser als im entspannten Zustand. Es verbessert unter anderem die Konzentration und erhöht die Fähigkeit sich zu bewegen.
Sind wir ausreichend mit Wasser versorgt, funktioniert die Kommunikation zwischen Gehirn und Körper besser.

Wasser trinken ist besonders wichtig vor Prüfungen und anderen Herausforderungen. Wasser wird am leichtesten aufgenommen, wenn es Raumtemperatur hat.

 

Schock-Auflösungspunkte

Das von der Heilpraktikerin und Kinesiologin Maria Niemann entwickelte Heilpunkte-System dient dazu, die eigene Heilkraft wieder zu entdecken und zu nutzen.

Von allen Heilpunkten (ca. 50), die sie entdeckt und in ihre kinesiologische Arbeit integriert hat, z.B. Aufhebung von Versagensangst, Verstrickungen und Schuldgefühlen, sind es die Schock-Auflösungspunkte, die sie der Allgemeinheit zur Verfügung stellt.

Speziell die Schock-Auflösungspunkte sind so wirksam, dass Sie sofort den Erfolg fühlen bzw. sehen können. Die Berührung dieser Punkte ist so einfach und heilsam, dass sie als Erst-Hilfe-Maßnahme bei akuten und auch bei zurückliegenden Verletzungen eingesetzt werden können.

Lage der Akupressurpunkte:

  • Rechte Hand: Spreizen Sie Daumen und Mittelfinger und legen Sie sie rechts und links in die Kuhlen unter dem Schlüsselbein (1. bis 2. Rippe). Jetzt gehen Sie eine Rippe tiefer in die Zwischenräume der 2. bis 3. Brustrippe.
  • Linke Hand: Bilden Sie ein V mit dem Zeigefinger und dem Mittelfinger. Dann legen Sie die Finger rechts und links neben den Pofaltenanfang.

Dauer der Anwendung:

Halten Sie die Punkte so lange, bis Sie das Gefühl haben, dass die Lösung des Schocks abgeschlossen ist, ca. 1 - 30 Minuten.

Während Sie die Punkte halten, denken Sie an das aktuelle oder vergangene Schockerlebnis. Bei schweren Erschütterungen ist es sehr hilfreich, wenn eine vertraute Person Ihnen die Punkte hält. Es ist nicht notwendig, dieser Person mitzuteilen, an was Sie gerade denken.

Anwendungsbeispiele auf Körperebene:

  • Verletzungen aller Art
  • Verbrennungen
  • Stürze
  • Sportunfälle
  • Operationen
  • Zahnbehandlung usw.

Anwendungsbeispiele auf Seelenebene:

  • Trennung von Partner/Kind
  • Traumatisierte Helfer bei Katastrophen
  • Emotionale Verletzungen
  • Verlust durch den Tod eines lieben Menschen
  • Trauma durch Hausbrand
  • Phobien, die durch Schock entstanden sind usw.

Stirn-Hinterkopf-Halten: Emotionale Stressreduktion

Mit dieser Übung können Sie sich ins Gleichgewicht bringen. Ärger, Aufregung oder Angst bedeuten Stress für unseren Organismus. In diesem Zustand handeln wir reflexartig und unüberlegt.

Mit dieser Übung kann Stress schnell und wirksam abgebaut werden. Wir sind dann wieder in der Lage, klare Gedanken zu fassen und uns in Ruhe etwas "durch den Kopf" gehen zu lassen.

Und so wird`s gemacht:

  • Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit für sich.
  • Legen Sie eine Hand mit der Handinnenfläche sanft auf die Stirn. Die andere Hand hält den Hinterkopf. Sie können die Augen dabei schließen und tief ein-und ausatmen.
  • Lassen Sie die belastende Situation vor Ihrem geistigen Auge vorüberziehen. Die Situation verliert ihren Schrecken, der Stress wird abgebaut.

 

Die liegende Acht

Die liegende Acht befähigt uns, über Körperbewegung die Verbindung der beiden Gehirnhälften zu aktivieren, entspannt die Augen und fördert das Sehen. Sie kombiniert die Bewegungselemente von Kreis und Schleife in beide Richtungen und ist die Grundlage für lockeres Schreiben, Lese- und Symbolverständnis.

Und so wird`s gemacht:

Die liegende Acht kann man in der Luft malen, oder auch schwungvoll auf einem sehr großen Blatt Papier.

  • Der Übende zeichnet zuerst mit der linken Hand, beginnend an der Mittellinie gegen den Uhrzeigersinn aufwärts zur linken Seite und im Kreis wieder zurück, dann - beim Mittelpunkt der Acht angelangt (etwa Höhe der Nasenspitze) - im Uhrzeigersinn aufwärts zur rechten Seite und im Kreis zurück zum Start und Mittelpunkt.

Liegende Acht

  • Wichtig dabei ist, dass nur die Augen dem Zeichnen folgen, während der Kopf gerade nach vorne gerichtet bleibt und sich nur ganz leicht mitbewegt.
  • Dann das Gleiche mit der rechten Hand. Beginnend wieder am Mittelpunkt, jetzt aber nach rechts oben - im Uhrzeigersinn usw.
  • Zum Schluß wird die liegende Acht mit beiden Händen gleichzeitig gemalt.

Achten Sie darauf, bei dieser Übung tief zu atmen - besonders in Blickrichtungen, in die Sie zur Zeit weniger gerne schauen.  Man kann diese Übung auf Papier oder großflächig in die Luft zeichnen.

 

Der "Denkmütze"

Durch Stress, Lärm und häufige "Dauerberieselung" sind unsere Ohren oft starken Belastungen ausgesetzt. Zum Schutz schalten unsere Ohren dann einfach ab, und das Gehörte dringt nicht mehr in unser Bewußtsein.

Mit der "Denkmütze" schalten wir unsere Ohren wieder an.

Die Denkmütze stimuliert über 400 Energiepunkte am Außenohr, die mit wichtigen Gehirn- und Körperfuntionen in enger Verbindung stehen. Die sanfte Massage dieser Punkte macht frisch und entspannt, sie können wieder konzentriert hinhören und dadurch Informationen besser verarbeiten und speichern. Mit dieser Technik können Sie auch Ihre räumliche Wahrnehmung verbessern.

Und so wird`s gemacht:

  • Den Kopf aufrecht halten,
  • das Kinn gerade,
  • dann mit Daumen und Zeigefinger die Ohren leicht von innen nach außen massieren - beginnen Sie oben.